Francisco Fernandez und Ronald Vetter, die beiden Trainer der FCS-Nachwuchsbewegung, kehren mit neuen Impulsen aus Spanien zurück.
Dank des grossen Beziehungsnetzes von Francisco Fernandez in der Region Barcelona durfte eine 2er-Delegation des FC Solothurn drei Tage den Trainings der Nachwuchsabteilung des grossen CF Barcelona beiwohnen.
Francisco Fernandez (langjähriger Nachwuchstrainer beim FC Solothurn) verbringt jeweils die Sommerferien mit der Familie bei seinen Eltern in Cambrils (ca. 100km südlich von Barcelona). Diese sind vor 20 Jahren in ihre Heimat zurückgekehrt. Als Katalane ist Fernandez natürlich auch Mitglied beim CF Barcelona.
Neben der Erholung nutzt Fernandez jeweils den Sommertrip auch, um das seit 10 Jahren stattfindende Trainingslager des FCS Nachwuchses im Februar vorzubereiten. Ein Highlight für die jungen FCS-Spieler sind jeweils die Testspiele gegen die regionalen Spitzenklubs Reus oder Tarragona. In all diesen Jahren konnte sich Fernandez so ein grosses Beziehungsnetz aufbauen. Diese guten Kontakte ermöglichten nun den Besuch beim CF Barcelona.
Für Francisco Fernandez und den Technischen Leiter des FC Solothurn, Ronald Vetter, ging so ein langersehnter Wunsch in Erfüllung.
Beeindruckt waren die beiden Ausbildner bereits vom imposanten Campus, welcher jegliche Wünsche für Spielsportler erfüllt. Auf dem Campus trainieren nicht nur die aktuellen und zukünftigen Messis oder Piqués, sondern auch die Handballer und Basketballer. Auch da zählt bekanntlich der CF Barcelona zu den Weltbesten.
Einige Zahlen zum Campus
Fläche total: 136.839 m2
Edificio de Tribuna (Bereich 1. Mannschaft) Sporthalle
Fläche: 7.118,49 m2 Fläche: 3.346,05 m2
► Empfang, Presseraum Basketball, Handball Hallenfussball
► 4 Sitzungszimmer, 1 Vortragsraum Zuschauerkapazität (500 Pers.)
► Kabine 1 Mannschaft, Kraftraum und Relaxzone Medizinabteilung, Videoräume
Lage
Nur 4,5km entfernt von der Heimspielstätte Camp Nou.
Trainings.- Spielfelder
La Ciudad Deportiva Joan Gamper hat 9 Spielfelder:
►Feld 1: (105 x 68 m). Einlaufzone von 4.643 m2, Naturrasen, Tribüne für 1.400 Pers.
►Feld 2: (105 x 65 m). Einlaufzone von 1.475 m2, Naturrasen. Zuschauerkapazität (400 Pers.)
►Feld 3: (105 x 65 m). Einlaufzone von 610 m2, Naturrasen
►Feld 4: (105 x 65 m). Einlaufzone von 1.573 m2, Naturrasen
►Feld 5: (105 x 65 m). Einlaufzone von 670 m2, Kunstrasen.
►Feld 6: (für 7er Fussball) (55 x 38 m). Kunstrasen
►Feld 7: (105 x 68 m). Naturrasen. Zuschauerkapazität (1.750 Pers.)
►Feld 8: (105 x 65 m). Einlaufzone von 1.830 m2, Kunstrasen, kann angepasst werden für 7er Fussball oder Rugby de 107 x 65 m plus Punktezone. Zuschauerkapazität (950 Pers.)
►Feld 9: (105 x 65 m). Einlaufzone von 2.235 m2, Kunstrasen, kann angepasst werden für 7er Fussball.
Zone für spez. Torhütertraining : Naturrasen 2.205 m2.
In den drei Tagen durften die beiden Fussballlehrer zahlreiche Trainings der Nachwuchsteams beobachten. Dass die Spieler (vom 6-jährigen F-Junior bis zum U16 Spieler) alle überdurchschnittlich gut Fussball spielen können, hat sich längst auch in Solothurn rumgesprochen. Die unten aufgeführten Qualitäten faszinierten noch fast mehr, da sie auch beim FCS-Nachwuchs mit der nötigen Bereitschaft umsetzbar sind.
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Alle Teams treten unglaublich diszipliniert auf und bilden immer eine Einheit.
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Der Faktor Spass ist in allen Trainingseinheiten sichtbar, und darf in den immer wieder eingestreuten 5-7‘ Breaks ausgelebt werden; diese Breaks sind wichtig, um anschliessend wieder hochkonzentriert an den nächsten Übungs- und Spielsequenzen zu arbeiten.
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Beeindruckend ist, wie die Spieler dieses Switchen (Konzentration - Relaxen - Konzentration) managen.
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Korrekturen der Trainer (es wird weniger als bei uns und fast ausschliesslich positiv gecoacht) werden von den Spielern (auch den Kleinsten!) richtiggehend aufgesogen und anschliessend versucht, umzusetzen. Die Lernbereitschaft und „Coachbarkeit“ der Spieler ist extrem hoch.
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Die Trainer lassen die Spieler mehr entdecken, selbständig die richtige Lösung finden. Gute Entscheide werden vom Trainer mit positivem Feedback verstärkt.
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Es gibt nie Diskussionen über Traineranweisungen. Rechtfertigungen, Ausreden von Spielern nach Fehlern finden keine statt. Der Respekt (nicht Ehrfurcht oder Angst!) gegenüber den Trainern ist ausgeprägt. Diese werden mit „Mister“ angesprochen.
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Auch gegenüber Mitspielern finden kaum negative Feedbacks nach misslungenen Aktionen statt, vielmehr konzentriert sich der Spieler auf seine nächste Handlung, welche er möglichst perfekt ausführen will.
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2-3 Spielformen ziehen sich als „roter“ Faden durch alle Alterskategorien. Alle Spieler haben eine ausgeprägte Handlungsschnelligkeit (Spielintelligenz). >wichtigstes Selektionskriterium.
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Der Spielanteil in den Trainingseinheiten ist extrem hoch (wenig analytisch=reines Fertigkeitstraining).
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Es gibt in den Spielen viele individuelle Aktionen und trotzdem hat man den Eindruck der Spieler macht alles fürs Team.
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Alle Teams betreten und verlassen die Spielfelder zum Training gemeinsam, auch hier ist das Teamverhalten im Fokus.
Diese vorwiegend auf das Verhalten von Trainern und Spielern ausgerichteten Punkte wollen Fernandez und Vetter nun in die Nachwuchsabteilung und Ausbildungsphilosophie des FC Solothurn einfliessen lassen. Ziel ist es, die auf Grund der in der Schweiz hohen Belastung von Schule/Beruf) geringe Trainingsanzahl pro Woche konzentrierter zu nutzen. Oder anders gesagt: „weniger ist oft mehr“ – will heissen nicht unbedingt mehr trainieren, aber umso konzentrierter, lernwilliger und engagierter.
Wenn alles klappt, soll der nächste Besuch im Frühjahr stattfinden, dannzumal bei den Profis der 1. Mannschaft. Ziel ist dann auch die ganze Philosophie und Struktur der Ausbildung noch besser kennen zu lernen.